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Press (German)
Nur eine Momentaufnahme zeigt uns der Maler, einen kleinen, winzigen Augenblick, eine Szene zwischen Licht und Schatten, irgendwo an einem unbestimmten Ort, irgendwann im Leben eines Menschen. Und doch erzählt Peter Coler mit seinem Bild „Du versprachst, zurückzukommen“ eine ganze Geschichte. Es ist gewiss eine traurige , eine vom Verlassenwerden, vom Abschied. Doch zugleich ist es auch ein Bild voller Tiefe, stiller Sehnsucht und melancholischer Schönheit. (Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten 2007)

Was macht einen Meister aus? Genie?. Genie sei Fleiß, meinte einst Theodor Fontane, der es wissen musste. Peter J. Osswald zitierte das kluge Wort zur Eröffnung der Werkschau Peter Colers, die zu keinem besonderen Anlass stattfindet – die Ausstellung permanenten Meistertums braucht auf Zyklen und Jahrestage keine Rücksicht nehmen. (Dr. Piontek, Nordbayerischer Kurier)

„Was ist Malerei?2 fragte Coler vor den Besuchernder Ausstellungseröffnung. Und antwortete: „Eigentlich nur Farben in einer bestimmten Weise auf die Fläche aufbringen“ Durch gestaltendes Ordnen von Farben und Formen soll etwas mitgeteilt werden, das nicht anders formuliert werden könne. Die Malerei , sagte Coler, sei wie das Leben und auch wie die Liebe, schwer und leicht – ich kann sie nicht erklären. Muss er auch nicht. Die hier ausgestellten Landschaften haben Spannung, Dichte, Charakter – und darum so etwas wie „Bedeutung“. (Ralf Sziegoleit, Farnkenpost Hof)

Selten habe ich die Zerstörung einer zwischenmenschlichen Beziehung so erschreckend eindringlich dargestellt gesehen, wie in dieser Arbeit Peter Colers. Jeder ist mit sich beschäftigt, hat sich in sein eigenes Schneckenhaus zurückgezogen, und doch will er mit verzweifelter Boshaftigkeit den anderen spüren lassen, wie einsam er ist. Eine Einsamkeit, die aber nicht durchbrochen werden kann, weil der Panzer des egoistischen Schneckenhauses mit Stolz, Trotz und geheucheltem Gleichmut zementiert ist. Der alltägliche Horror – bis dass der Tod euch scheidet. (Michael Becker, Nürnberger Nachrichten)

Exemplarisch dafür das zentrale Bild der Exposition: „Offen“. Grabe, derbe und harte Linien, verhaltene Farben. Frech, mit einer riesigen Portion Bildwitz sieht man ein selbstbewusstes Weib. Pro und kontra provozierend, wird es manchen Besucher beschäftigen. „es ist kein artiges, aber ein ehrliches Bild. Frauen sind nicht nur artig“, war von einer Besucherin zu hören. (Auener Tageblatt

Das Schweifen durch die Unwirklichkeit jener Landschaft, in der das Fließen von Sand und Meer plötzlich stille steht und Zwiegespräch hält; mit ganz eigentümlich verfremdet erscheinenden Häuschen, Masten, Leitungen, verfängt sich immer wieder an diesen von Menschen ersonnenen Einrichtungen, die von ihnen verlassen wurden. In der leichten horizontalen Farbströmung von zurückgenommenen Grau, Blau, Grün und Braun erheben sie sich als direkte Vertikale, als weiß-rotes und fest umrissenes statischen Element oder als im Winkel angeordnete Hochspannungsmasten, deren Drähte mit dem Fluss der Landschaft korrespondieren. Die Verfestigung des zarten Sandes zu Kieseln und Brocken im Vordergrund führt gleichsam zurück auf den gesicherten Standpunkt des Betrachters, der sich in der Endlosigkeit verlieren könnte. (Aschaffenburger Zeitung, Anneliese Euler)